Saturday, March 6. 2010EU-Papier: Flut an Gentechnikprodukten droht!
· Nach Gen-Kartoffel: EU will Gentechnik-Zulassungsprozess beschleunigen
· Versteckter Gesetzesentwurf liegt bei der WTO – Genehmigung bereits in wenigen Tagen möglich · Wissenschafter warnen: Sicherheit für Tier, Mensch und Umwelt in Gefahr · Strikte, nationale Gentechnikverbote (Anbau und Import) als einziger Schutz Die EU-Kommission hat am 2. März mit der Gen-Industrie-Kartoffel Amflora von BASF erstmals seit 1998 eine genmanipulierte Pflanze für den Anbau zugelassen. Obwohl die Stärkehersteller – also die eigentlichen Kunden dieser Kartoffel – sie ablehnen, soll sie auch auf unseren Tellern landen, indem das genmanipulierte Industrieprodukt (!) auch Tieren verfüttert werden darf. Dass zusätzlich gleich drei neue Genmaissorten für den Import – also als Lebens- und Futtermittel zugelassen wurden, macht den Skandal noch größer. Doch das soll erst der Anfang gewesen sein. Offiziell verspricht EU-Kommission den Mitgliedsstaaten eine Wahlfreiheit beim Anbau genmanipulierter Pflanzen – was ihr rundum Beifall einbringt. In Wirklichkeit will sie gleichzeitig mit einer geheim gehaltenen Maßnahme die Zulassung für gentechnisch veränderte Organismen beschleunigen. So soll ganz Europa mit genmanipulierten Futtermitteln überschwemmt werden und der großflächige Anbau in den liberaleren EU-Ländern ermöglicht werden. „Weiteres Abrücken von unabhängiger Wissenschaft“ Vor wenigen Tagen schlugen deshalb weltweit unabhängige Wissenschafter Alarm (englisches Original siehe Anhang): Das an die WTO zur Notifizierung geschickte Dokument – es scheint auf keiner offiziellen Seite der EU auf – würde den Zulassungsprozess beschleunigen und einen weiteren Schritt in Richtung Zulassungs-Gleichklang mit den „Gentechnikländern“ USA/Kanada bringen. Bereits am 9. März könnte es durchgewunken werden (an diesem Tag trifft sich die Kommission das nächste Mal; die Begutachtungsfrist der WTO läuft bis 13.3.) und im Juni Gesetzeskraft erlangen. Eine derartige EU-Verordnung würde den multinationalen Konzernen Vorteile bringen, aber „der Sicherheit für Tier und Mensch sowie dem Schutz der Umwelt kaum Beachtung schenken“, erklären die Wissenschafter. „Was wir in diesem Dokument sehen, ist ein weiteres Abrücken von einer soliden, unabhängigen Wissenschaft (und auf wissenschaftlichen Beweisen basierenden Politik) und ein Ruck in Richtung formeller Anerkennung einer herrschenden Hypothese – nämlich, dass gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel sicher sind.“ Anschließend fügen die unabhängigen Experten 16 wissenschaftliche Bedenken gegen die Gentechnik an. Bereits am 9. März könnte die EU-Kommission diesen Schritt beschließen und im Mai umsetzen. Vorbei an allen demokratischen Einrichtungen einer ohnehin undemokratischen EU. Lösung: sofortige nationale Verbote Was wäre die Lösung? Da sich die wichtigen EU-Institutionen mitsamt EU-Recht als Steigbügelhalter der Gentechnik erwiesen haben, sind sofort nationale Gentechnikverbote zu erlassen – egal, ob dies EU- und WTO-(Un-)Recht widerspricht oder nicht. Die Sicherung der Lebensgrundlagen muss Vorrang haben. Somit sind z.B. in Österreich die drei Forderungen des Gentechnik-Volksbegehrens von 1997, das mehr als 1,2 Mio. Menschen unterschrieben haben, sofort umzusetzen: 1. Kein Essen aus dem Genlabor in Österreich! 2. Keine Freisetzungen genetisch veränderter Organismen (GVO) in Österreich! 3. Kein Patent auf Leben! Die Schweiz gilt als Vorbild: Hier hat das Volk, der Souverän, in einer Abstimmung ein generelles, kommerzielles Gentechnikverbot erwirkt. Auch genmanipulierte Futtermittel werden – im Gegensatz zum restlichen Europa – so gut wie keine verfüttert. Strikte nationale Verbote schränken somit auch den Gentechnik-Anbau in anderen Ländern ein (da nichts mehr importiert wird) und haben Vorbildwirkung. Sie setzen die Saat für die Ausbreitung der Gentechnikfreiheit. Jean Ziegler, ehemaliger UNO-Botschafter für das recht auf Nahrung drückte es klar aus: „Der Zerfall des Nationalstaates bringt den Zerfall des Gesellschaftsvertrages und die Atomisierung des Bürgers mit sich. (…) Wenn die Regierung keine Macht mehr hat, dann bleibt auch der Bürger ohnmächtig dem Raubtierkapitalismus ausgeliefert.“ Anmerkung: und damit natürlich auch der Gentechnik, denn sie ist die Ausgeburt des Raubtierkapitalismus. Es geht um die Sicherung der Lebensgrundlagen. Jeder ist betroffen, denn jeder isst jeden Tag. (1) Original-Presseaussendung von GM free Cymru (Wales) am 23. Februar 2010: http://www.gmfreecymru.org/news/Press_Notice23Feb2010.htm (2) http://members.wto.org/crnattachments/2010/tbt/eec/10_0030_00_e.pdf Generelles Gentechnikverbot fordern Unterschriftenliste Saturday, February 27. 2010Thursday, January 14. 2010Gekaufte Wahrheit
Gentechnik im Magnetfeld des Geldes
ein Film von BERTRAM VERHAAG | Dokumentarfilm, 90 Min. Der Agrar-Chemie-Multi Monsanto bringt Anfang der 90er Jahre genmanipulierte Pflanzen auf den Markt, die für die Einen einer landwirtschaftlichen Revolution gleichkommen und Probleme der Welternährung lösen sollen. Für Andere bedeuten diese Pflanzen unwiederbringliche Zerstörung der biologischen Vielfalt auf diesem Planeten und müssen nachdrücklich bekämpft werden. Árpád Pusztai und Ignacio Chapela haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind bedeutende Wissenschaftler und ihre Karrieren sind ruiniert. Beide Wissenschaftler arbeiten im Bereich der Gentechnik. Beide machten wichtige Entdeckungen. Beide sind gefährdet, weil sie die Mächtigen in Forschung und Industrie kritisieren, die dadurch ihre Investitionen bedroht sehen. Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95% der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5% der Forscher sind unabhängig. Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen? Matinee am Sonntag 17. Januar 2010 im ARRI Kino um 11.30 in der Türkenstrasse 91, München – Schwabing (Nähe U3 / U6 Universität). Wir bitten um rechtzeitige Kartenreservierung unter Tel. (ARRI Kinokasse): 089 / 388 996 64 Tuesday, January 5. 2010Monsanto, mit Gift und Genen
Wer diese Arte Dokumentation über eines der umstrittensten Unternehmen der Gen-Tech Branche noch nicht kennt - heute Dienstag, 5. Jänner 2010 um 22.40 Uhr bietet sich die Chance dazu.
Info auf Arte.tv Sunday, December 27. 2009Weihnachtsspaziergang
Unseren Weihnachtsspaziergang machten wir in diesem Jahr über grüne Wiesen. Zur Zeit liegt im Tal kein Schnee.
Am Hochkar herrschen jedoch gute Schneebedingungen, um Spuren im Schnee zu hinterlassen. Und nach dem Schilauf wartet das neu eröffnete Ybbstaler Solebad zur Entspannung. Und so steht dem Wintersport in den Göstlinger Alpen nichts mehr im Wege. ![]() Weihnachtsspaziergang ![]() Blick über das Lassingtal und zum verschneiten Hochkar. Thursday, December 24. 2009
Ein gesegnetes Weihnachtsfest Posted by Birgit
in Im Jahreskreis at
18:15
Comments (0) Trackbacks (0) Ein gesegnetes Weihnachtsfestwünscht euch Familie Schrefel. ![]() Krippe Wednesday, December 16. 2009Monsanto gewinnt Preis
Und zwar den für "worst corporate climate lobbyist in Copenhangen" - zu Deutsch etwa: schlimmster Unternehmens-Lobbyist in Kopenhagen.
Von acht Nominierungen, die auf der Website und beim Klimaforum in Kopenhagen zur öffentlichen Wahl standen, konnte Monsanto als Gewinner des Angry Mermaid Award 2009 ermittelt werden. Monsanto erhielt 37% der 10.000 abgegebenen Stimmen. Auf den Plätzen landeten Shell und das American Petroleum Institute. Monsanto wurde nominiert, da es seinen gentechnisch modifizierten Mais als eine Lösung für den Klimawandel und zur Verwendung in Biotreibstoff anpreist. Mehr Informationen: http://www.angrymermaid.org/ Sunday, December 6. 2009Der Nikolaus spielt Flöte
Gestern abend waren bei uns Nikolaus und Krampus zu Besuch. Nachdem die Kinder mit Hackbrett, Flöte und Trompete ihre Adventlieder gespielt hatten, griff der Nikolaus selbst zur Flöte.
![]() Nikolaus spielt Flöte Thursday, November 12. 2009Bio ist nicht fair?
Auf der Website freitag.de gibt es einen Artikel von Kathrin Hartmann über die Vereinnahmung von Bio durch Konzerne. Ein dabei genanntes Beispiel: "Wer bei Lidl „bio und fair“ kauft, unterstützt gleichzeitig das Preisdumping des Konzerns, der Lebensmittelproduzenten weltweit in die Armut treibt."
Auf der anderen Seite bringt Bio beim Diskonter natürlich schon auch die Bio-Landwirtschaft voran und ins Bewusstsein von bisher nicht erreichten Zielgruppen. Ich sehe diesen Artikel auch nur als Gedankenanregung. Den Bio beim Diskonter zu kaufen bringt die Landwirtschaft natürlich in den Zwang immer billiger zu produzieren. Daher darf man ruhig einmal darüber nachdenken, wo man seine Bio-Lebensmittel erwirbt. Katrin Hartmann hat zu diesem Thema auch ein Buch veröffentlicht "Ende der Märchenstunde: Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt". Zum Artikel von Kathrin Hartmann Wednesday, November 11. 2009Imker gegen Gentech-Konzerne
Der Imker Grolm hatte 2007 als "Feldbefreier" im Deutschen Oderbruch genmanipulierte Maispflanzen von den Feldern gerupft und wurde dafür verurteilt. Doch statt der Geldstrafe wollte er die Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Daraufhin haben sich 17 Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen und Grom "freigekauft".
Darunter so bekannte Personen wie Percy und Louise Schmeiser aus Kanada - Träger des Alternativen Nobelpreises. Nach der Freilassung kündete Grolm an, dass er seine wieder erlangte Freiheit dafür nutzen wolle, um gegen die Gentechnik zu kämpfen. Grolm zum Berliner Kurier: "Die Gentechnik-Konzerne werden noch Augen machen!" mehr |
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